schmerz@schmerz.com
Erfahrung schon seit 1987
Für
Mitglieder
gesetzlicher Krankenkassen
bieten wir auf der Grundlage des § 40 bzw. 111 SGB V
Rehabilitationsbehandlungen
an und für
Patienten mit privater
Krankenkasse werden Krankenhausbehandlungen gemäß OPS 8-918 durchgeführt.
Die Klinik ist auch beihilfefähig.
SCHMERZBEHANDLUNGEN
(Behandlungen
bei Schmerz /
Schmerzen)
In der modernen
Schmerztherapie unterscheidet man akute Schmerzphasen von chronischen
Schmerzerkrankungen. Akute Schmerzen werden meist durch eine Gewebeschädigung
hervorgerufen und gehen parallel zur Ausheilung des Gewebeschadens wieder zurück. Sie
sind daher selbstbegrenzend und erfüllen meist eine sehr sinnvolle Warnfunktion
sowie edukatorische Funktionen (= zwingen
häufig in eine bestimmte Schonhaltung, sie weisen auf die schädliche Wirkung
toxischer Stoffe hin etc.).
Die Behand lung
akuter Schmerzen,
einschließlich der postoperativen Schmerz -
Behandlungen, stellt heute ein gut
beherrschbares Problem dar, da die zur Verfügung stehenden
Analgetika
(=
Schmerzmedikamente) in der Regel
gut wirksam sind. Bei sehr starken Schmerzzuständen, wie beispielsweise nach
einer Operation, kommen häufig auch Opioide (=
morphinähnliche Medikamente) erfolgreich zum Einsatz.
Die Einstellung zu Schmerzen hat sich im Laufe der letzten Jahrhunderte entscheidend gewandelt. Während im Mittelalter das Ertragen von Schmerzen oft als Nähe zum Schicksal Jesus Christi erlebt und vom Umfeld gewürdigt wurde und somit das Erdulden von Schmerzen eine ehrenvolle und von Gott auferlegte Bürde war, änderte sich diese Ansicht im Rahmen der Aufklärung und der folgenden Jahrhunderte bis hin zur heutigen Einstellung, daß Schmerzen, die über ein gewisses Maß hinausgehen und die vor allen Dingen einen gewissen zeitlichen Rahmen überschreiten, eine Art Fehlfunktion des menschlichen Nervensystems und damit eine zu korrigierende Krankheit darstellen, die gezielte Schmerz - Behandlungen erfordert.
Die eigentliche Herausforderung in der
Schmerzbehandlung stellen hingegen
chronische Schmerzen (= lang andauernde Schmerzen)
dar. 1986 wurde von der „Internationalen Gesellschaft zum Studium von Schmerz“
(IASP) folgende Definition für den Begriff Schmerz festgelegt: „Schmerz ist
ein unangenehmes Sinnes- oder Gefühlserlebnis, das mit aktuellen oder
potentiellen Gewebsschädigungen verknüpft ist oder mit Begriffen solcher
Schädigungen beschrieben wird.“ Diese Definition berücksichtigt die
Beobachtung, daß es bei chronischen Schmerzen häufig zu einer Entkopplung der
Schmerzen von der Gewebsschädigung kommt bzw. es keine nachweisbare primäre
Gewebsschädigung gibt.
Ein Beispiel hierfür sind persistierende (=
anhaltende) Schmerzen nach einer „gelungenen“ Nukleotomie
(=
Bandscheibenoperation), d.h. ein
Postdiskektomie-Syndrom.
Als Beispiel für Schmerzen ohne ein entsprechendes somatisches
(= körperliches) Korrelat sei hier
die somatoforme Schmerzstörung genannt. Neuere Daten weisen darauf hin, daß 12
Millionen Bundesbürger in ihrem Leben zumindest vorübergehend unter einer
somatoformen Schmerzstörung leiden!
Die Behandlungen von chronischen Schmerzen werfen erhebliche diagnostische (= Erkundung der Schmerzursache), sozialmedizinische (vor
allem arbeitsmedizinische) und therapeutische Probleme auf.
Die chronischen Schmerzen werden mit der Zeit zu einem zunehmend eigenständigen
Krankheitsbild („Schmerzkrankheit“), das wie oben erwähnt, häufig
weitgehend unabhängig von Gewebsschäden die körperlichen, seelischen und
sozialen Fähigkeiten des Patienten zunehmend einschränkt.
Typisch ist auf körperlicher Ebene
die schmerzbedingte Zunahme der Bewegungsarmut, das Einnehmen von
Schonhaltungen mit entsprechenden Fehlbelastungen der
Gelenke und muskulären
Strukturen sowie die Durchführung von nicht indizierten (=
nicht gut begründeten) operativen Eingriffen
(iatrogene Schädigung = vom Arzt verursacht
Schädigung).
Auf seelisch-emotioneller Ebene
spielen vor allen Dingen depressive Verstimmungen, das Gefühl einer
zunehmenden Ohnmacht, Müdigkeit und Erschöpfung sowie Angst vor weiteren
Einschränkungen eine entscheidende Rolle. Bei stärker chronifizierten
Schmerzpatienten bilden sich zudem vegetative (= das unterbewußte Nervensystem betreffende) Beschwerden
wie vermehrtes Schwitzen, innere Unruhe, Tachykardien
(= schneller Puls), Ein- und
Durchschlafstörungen, Sodbrennen und Globusgefühl
(= „Kloßgefühl im Hals“) aus.
Die zwischenmenschlichen (sozialen)
Einschränkungen beziehen sich sowohl auf das familiäre Umfeld als auch
auf den Freundeskreis und die Arbeitswelt. Durch die o.g.
Leistungseinschränkungen wird eine gleichberechtigte Interaktion häufig
verhindert und der chronisch Schmerzkranke sieht sich häufig mit Konflikten in
der Familie, im Arbeitsverhältnis sowie im Freundeskreis konfrontiert. Am Ende
kann das zu einem weitgehenden Rückzug und zu erheblichen finanziellen
Problemen führen.
Aufgrund dieser komplexen Problematik entstand zunehmend das Bedürfnis nach einer zusätzlichen Qualifikation zur Betreuung dieser chronischen Schmerzpatienten. 1996 wurde von der Bundesärztekammer in Deutschland die Zusatzbezeichnung „spezielle Schmerztherapie“ verabschiedet. Diese Zusatzqualifikation kann von patientenorientierten Fachärzten erworben werden und setzt eine 80-stündige standardisierte theoretische Weiterbildung sowie die hauptamtliche ganztägige Arbeit in einem Ausbildungszentrum für „spez ielle Sch merztherapie“ (Schmerzklinik) für mind. 1 Jahr voraus. Die Zusatzbezeichnung „Spezielle Schmerztherapie“ wird erst nach einer mündlichen Prüfung seitens der Landesärztekammer vergeben.
Folgende Krankheitsbilder werden
sinnvollerweise von Fachärzten mit Zusatzbezeichnung „spezielle Schmerztherapie“ behandelt/mitbehandelt:
|
Kopfschmerzen: Spezielle Schmerztherapie bei Migräne mit Aura, Migräne ohne Aura, |
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Cluster-Kopfschmerz, Spannungskopfschmerz, paroxysmale Hemikranie |
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Gesichtsschmerz: Trigeminusneuralgie, atypischer Gesichtsschmer z, |
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Costen-Syndrom (myofaziale Dysfunktion), Dentalg ie (= Zahnschmerz) |
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Rückenschmerzen: Spezielle Schmerztherapie bei Zervikobrachialgie (mittleres und |
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unteres HWS-Syndrom), Zervikozephalgie, (oberes HW S-Syndrom), BWS-Syndrom, |
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(= Schmerzen nach einer Bandscheibenoperation), Lumboischialgie, Ischiasbeschwerden |
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Piriformissyndrom, Sakralgie, Kokzygodynie (= Steißbeinschmerz) |
|
Gelenkschmerzen: Spezielle Schmerztherapie bei Periarthrthritis humeroscapularis, |
|
radialis und ulnaris („Tennisellenbogen / Golferellenbogen“), |
|
Handgelenkschmerz und Fingerschmerzen, Schmerzen bei Heberdenarthrose, |
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Schmerzen bei Bouchard-Arthrose, Coxarthrose, Gonarthrose, |
|
Spezielle Schmerztherapie bei Sprunggelenkschmerzen und Fußgelenkschmerzen |
|
Muskuläre Schmer zsyndrome: Fibromyalgie, generalisiertes myofasziales Schmerzsyndrom, |
|
Insertionstendopathie, Tortikollis spasticus (= Schiefhals) |
|
Entzündliche Schmerzerkrankungen: bes. rheumatischer Formenkreis |
|
Neuropathischer Schmerz (= durch Nervenschäden verursachte Schmerzen): |
|
Stumpfschmerzen und Phantomschmerz, Kausalgie (CRPS bzw. CRPS Typ II), Spezielle Schmerztherapie |
|
nach Schlaganfall bzw. Thalamusschmerz, Schmerzen bei kompletter oder inkompletter |
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Querschnittsläsion (zentrales Schmerzsyndrom), Schmerzen bei Plexusausriss, |
|
Schmerzen nach Leistenhernienrevisionen mit Nervenschädigung, |
|
Polyneuropathie, postzosterische Neuralgie (= Gürtelrose), Interkostalneuralgie n |
|
und Spezielle Schmerztherapie bei anderen chronischen Schmerzen |
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Sympathalgie n (= vom sog. autonomen Nervensystem ausgehende Schmerzen): |
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Sudeck Dystrophie (CRPS Typ I), Kausalgie (CR PS Typ II) |
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Viszerale Schmerzen: insbesondere chronische Bauchschmerz bei |
|
Verwachsungsbauch sowie bei nicht eindeutig zuzuordnenden und |
|
daher nicht kausal (= ursächlich) angehbaren Bauchschmerzen |
|
IIschämische Schmerzen (= Schmerzen aufgrund schlechter Durchblutung)) ohne Möglichkeit |
|
einer kausalen (= auf die Ursache gerichteten) Therapie bzw. Begleittherapie |
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Psychogene Schmerzerkrankungen: somatoforme Schmerzstörung |
|
Algogenes Psychosyndrom (= beschreibt die Eingrenzung und Zentrierung |
|
des persönlichen Erlebens auf chronische Schmerzen) |
Die „spez ielle Sch merztherapie“ ist aufgrund der Beeinträchtigung sowohl körperlicher als auch seelischer und sozialer Fähigkeiten durch eine chronische Schmerzerkrankung auf multimodale Therapiekonzepte ausgelegt. D.h., daß neben körperlichen Behandlungen wie Medikamenten (u.a. Schmerzmittel, Psychopharmaka), Spritzentherapien, Krankengymnastik, anderen körperlichen Anwendungen, Chirotherapie, oder Akupunktur auch psychologische Verfahren zu Schmerz-Behandlungen eingesetzt werden sollten. Hierbei haben sich insbesondere Entspannungstechniken (Progressive Muskelentspannung nach Jacobson und Autogenes Training) sowie die Auseinandersetzung mit Verfahren der Schmerzbewältigung als sinnvoll herausgestellt. Da solche Therapiekonzepte bzw. solche Schmerz -Behandlungen sehr aufwendig und kostspielig sind, sind oft ambulante Schmerz-Behandlungen - besonders in Zeiten der Kosteneinsparung im Gesundheitswesen - nicht durchführbar.
Im Folgenden werden spezielle Behandlungsmethoden im Rahmen der therapeutischen Lokalanästhesie erläutert, die einen wichtigen Platz im Rahmen multimodalen Schmerz- Behandlungen einnehmen können.
Unter dem Begriff "therapeutische Lokalanästhesie
" werden sämtliche Schmerzausschaltungsmethoden, deren Wirkung auf
Lokalanästhetika (= örtliche Betäubungsmittel) beruhen, zusammengefaßt.
Bei Schmerz-Behandlungen wird die therapeutische Lokalanästhesie in Form von
örtlichen Infiltrationsanästhesien, Nerven- und Leitungsblockaden,
rückenmarknahen und Grenzstrangblockaden durchgeführt. Hauptsächlich werden
dazu lang wirkende Lokalanästhetika,
z.B. Bupivacain verwendet. Die wiederholten Betäubungen können in Form von
Einzelinjektionen durchgeführt werden, mit dem Nachteil, daß diese oft
schmerzhaft sind und die Treffsicherheit nicht jedesmal gewährleistet ist.
Die Erfolgschancen sind um so größer, wenn der betroffene Nerv über einen
längeren Zeitraum sozusagen anhaltend betäubt werden kann. Dies bedeutet aber,
daß täglich 4-5 Einzelinjektionen an derselben Stelle notwendig sind. Man kann
sich vorstellen, daß diese Handhabung für den Patienten oftmals eine Tortur
bedeutet und sich deshalb meist nicht so konsequent durchführen läßt.
Dieses Problem haben wir für einige Nerven durch die Anwendung der sog.
kontinuierlichen Blockade mittels eines Katheters gelöst. Dabei wird der dünne
Kunststoffschlauch dicht an Nervengeflechte bzw. den betroffenen Nerven
eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt nahezu schmerzfrei durch eine
handelsübliche Kanüle hindurch, es muß also nicht „aufgeschnitten“
werden. In der Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach
Abklingen der vorangegangenen Dosis, das örtliche Betäubungsmittel völlig
schmerzlos nachgespritzt. In bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des
örtlichen Betäubungsmittel durch den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe
angeschlossen werden.
Das örtliche Betäubungsmittel wird bei dieser Behand lung
so dosiert, dass die grobe Kraft erhalten bleibt (bei gleichzeitiger Hemmung der
Schmerzreizleitung), damit begleitend krankengymnastische Übungsbehandlungen
möglich bleiben.
Nach längerer Therapiedauer (z.B. 2-3 Wochen) verbleibt in
den meisten Fällen deutliche Schmerzlinderung, oft aber auch Schmerzfreiheit.
Dieser anhaltende Effekt über die Behandlungszeit hinaus ist u.a. darauf
zurückzuführen, daß bei dieser Blockadebehandlung auch die sog. vegetativen
Nerven betroffen sind, woraus eine sehr deutliche Durchblutungssteigerung
resultiert. Dies ist der Grund, warum diese Behandlungsmethode besonders bei
Schmerzen, die durch entzündliche oder auch degenerative (= abnutzungsbedingte)
Prozesse entstanden sind, hilfreich ist. Nach neueren Erkenntnissen vermag eine
solche Behand lung
auch das „Schmerzgedächtnis“ im Gehirn zu löschen.
Folgende Katheterblockaden wurden in Bad Mergentheim entwickelt und werden seit vielen Jahren mit hoher Treffsicherheit routinemäßig im Rahmen von Schmerz-Behandlungen angewendet:
1) Nervus femoralis (vorderer Oberschenkelnerv): Bei dieser Methode suchen wir von der Vorderseite des Oberschenkel s her, handbreit unterhalb des Leisten bandes mit einer Kanüle in der Tiefe den Oberschenkelnerv auf und legen in die Nervenscheide (Gewebsumhüllung des Nerven) einen dünnen Kunststoffschlauch (Katheter) ein. In den nächsten 2-3 Wochen spritzen wir dann mehrmals täglich eine verdünnte örtliche Betäubungsmittellösung ein. Dabei wählen wir die Konzentration des Wirkstoffes so, daß die grobe Kraft und damit die Beweglichkeit erhalten bleibt, aber die Schmerzempfindlichkeit deutlich herabgesetzt oder gar aufgehoben ist.
2) Zu Schmerz-Behandlungen im Hüftgelenk s- und Leistenbereich kann vorgenannte Methode verändert angewendet werden (der sog. 3 in 1-Block oder die Plexus lumbalis-Blockade): Wenn man die Menge der örtlichen Betäubungsmittellösung erhöht (ca. 25-35 ml) und während des Einspritzens den Oberschenkel abstaut, wird die Wirkstofflösung nach oben getrieben (innerhalb der Nervenscheide) und betäubt weitere Nerven, die die genannten Körpergebiete versorgen.
3) N. ischiadicus: Bei dieser Methode suchen wir von der Oberschenkelrückseite her, handbreit unter dem Gesäß, den Ischias nerv in der Tiefe mit einer Kanüle auf und legen einen dünnen Kunststoffschlauch in die zugehörige Nervenscheide (Gewebsumhüllung) ein. In den folgenden 2-3 Wochen wird dann in diesen Schlauch mehrmals täglich eine verdünnte, örtliche Betäubungsmittellösung eingespritzt. Je nach Wirkstoffkonzentration kommt es dann im Versorgungsgebiet des Nerven zu einer Verminderung der Schmerzempfindlichkeit bis hin zur Schmerzfreiheit.
4) N. intercostalis (Zwischen rippen nerv): Dabei legen wir einen Katheter unterhalb der zugehörigen Rippe ein und spritzen über den Schlauch schmerzfrei alle 4-5 Stunden 2-4 ml einer höherprozentigen Lokalanästhetikalösung ein.
5) Unterarm nerven: Die Nerven ulnaris, radialis und medianus können bei entsprechendem Schmerzbild ebenfalls mit einem Katheter versorgt werden. Dabei genügen mehrmals täglich nur wenige Milliliter eines örtlichen Betäubungsmittels, um deutliche Schmerzlinderung oder Schmerzfreiheit zu erzielen.
6) Die sog. paravertebrale Kathetertechnik: Dabei pflanzen wir den Katheter neben der Wirbelsäule an die betroffene Nervenwurzel ein, ebenfalls mittels einer Blindpunktion. Die korrekte Lage haben wir auch hier durch eine elektrische Stimulation überprüft. Diese Methode kommt hauptsächlich bei relativ eng umschriebenen Lumbalsyndrom en (Kreuzschmerzen) zur Anwendung.
7) Der sog. Triggerpunktkatheter: Triggerpunkte sind eng umschriebene Gewebsareale. Z.B. durch mechanischen Druck auf diese umschriebenen Gewebsbereiche läßt sich die für den Patient typische Schmerzsensation auslösen oder deutlich verstärken. Wird der Bereich mit einem örtlichen Betäubungsmittel infiltriert, setzt in der Regel prompt eine deutliche Schmerzlinderung, oft auch Schmerzfreiheit ein, zunächst jedoch meist nur für die Dauer der Wirkzeit des verwendeten örtlichen Betäubungsmittels. Wenn die jeweilige schmerzlindernde oder schmerzstillende Wirkung reproduzierbar ist, kann ein Katheter implantiert werden.
8) Die kontinuierliche Blockade des
Ganglion Stellatum: Das Ganglion
stellatum ist eine Schaltstelle im sog. Grenzstrang und ist paarig im
tieferen Halsbereich angeordnet. Nach Infiltration des Ganglions mit einem
örtlichen Betäubungsmittel kommt es zu einer sehr deutlichen Mehrdurchblutung im
gleichseitigen, sog. oberen Quadranten (Kopf
hälfte,
Schulter
-/
Armbereich
und
Brustkorb
hälfte). Es ist unseren Ärzten
schon 1987 gelungen, auch dafür eine Kathetermethode zu entwickeln. Der Katheter
wird dabei von vorne, neben der Luftröhre eingebracht. Diese Methode kann auch
beidseitig angewendet werden, allerdings muß die Füllung alternierend
(= abwechselnd mit Zeitabstand)
erfolgen.
Die
Stellatumblockade mittels einer Injektion gehört an sich schon zur
"hohen Schule" der Schmerz -Behandlungen
und wird nur von wenigen, erfahrenen Ärzten
durchgeführt, nicht zuletzt wegen den Komplikationsmöglichkeiten. Die
Möglichkeit einer kontinuierlichen Blockade mit einem Katheter ist daher
optimal. Auch diese Methode wird derzeit nur bei uns durchgeführt.
Die nächsten Methoden sind in der Anästhesie schon bekannt, wurden aber von uns teilweise modifiziert:
- Die
kontinuierliche Blockade des
Plexus brachialis (=
Arm
nervengeflecht)
mit Katheter: Bei dieser Methode wird im Bereich der Innenseite des Oberarmes,
nahe der Achselhöhle in örtlicher Betäubung der Armnerv mit einer Kanüle
aufgesucht. Dann wird durch diese Kanüle hindurch ein dünner Kunststoffschlauch
in die Nervenscheide (den Nerv umhüllendes Gewebe) eingeführt und nach oben, zur
Schulter hin, vorgeschoben. In den nächsten 2-3 Wochen wird der
Kunststoffschlauch mehrmals täglich (bei Bedarf auch nachts) mit einem örtlichen
Betäubungsmittel aufgefüllt. Die Konzentration des Wirkstoffes wird so gewählt,
daß die aktive Beweglichkeit erhalten bleibt, die Schmerzempfindlichkeit jedoch
deutlich herabgesetzt oder aufgehoben ist. Während der Behand lung
wird die
Schulter-/Arm-Region deutlich besser durchblutet. Im Stadium der deutlichen
Schmerzlinderung oder Schmerzfreiheit kann dann intensiv und vor allem sinnvoll
krankengymnastisch behandelt werden.
Spritzt man in den Kunststoffschlauch
eine größere Menge (z.B. 35-45 ml) von dem örtlichen Betäubungsmittel ein und
staut gleichzeitig den Oberarm ab, dann wird der gelöste Wirkstoff innerhalb der
Nervenscheide bis hoch zu den Nervenwurzeln im
Halswirbelsäule
ngebiet getrieben
und wirkt auch dort schmerzlindernd. Auf diese Weise kann ein sog.
Halswirbelsäulensyndrom
behandelt werden, zumal der Kunststoffschlauch auch beidseitig eingepflanzt
werden kann. Die Erfolge mit dieser Methode sind zum Teil erstaunlich.
- Die
kontinuierliche eridurale
Blockade mit Katheter wird zur Schmerzausschaltung bei Operationen
allgemein oft angewendet, sie eignet sich vorzüglich auch zu Behandlungen chronischer Schmerzen. Bei dieser Methode wird im Bereich der
Lende nwir
bel (oder
auch höher) ein dünner Kunststoffkatheter in örtlicher Betäubung eingelegt.
Dieser wird dann mehrmals täglich mit einer lang wirkenden, örtlichen Betäubungsmittellösung aufgefüllt. Die Konzentration des Wirkstoffes wird so
gewählt, daß die Beweglichkeit, bzw. Kraft, nicht oder kaum eingeschränkt ist,
so daß sich der Patient trotzdem frei bewegen kann. Gleichzeitig ist aber die
Schmerzempfindlichkeit im Bereich der unteren Körperhälfte vermindert oder gar
aufgehoben. Zusätzlich nimmt die allgemeine Durchblutung in diesem Bereich zu.
Anwendungsgebiet: allg. Schmerzen in der mehr
unteren Körperhälfte (z.B.
Bauchschmerz).
Laut der
Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit haben
alle
Versicherte
(also auch ältere
Patienten)
einer gesetzlichen Krankenkasse
einen Rechtsanspruch auf eine
Rehabilitation und
können sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst aussuchen. Das Bundesgesundheitsministerium schrieb dazu auch
einen
Brief an die Aufsichtsbehörden. Dieses
Wahlrecht wurde mittlerweile auch durch Urteile von Landessozialgerichten
bestätigt: Baden-Württemberg (Az: L 4 KR 2071/05)
und Hessen ((Az.: L 1 KR
2/05: Gewährt eine Krankenkasse einem Versicherten einen
Aufenthalt in einer Reha-Klinik, so ist sie dazu verpflichtet,
die Wünsche des Versicherten in Bezug auf die Einrichtung zu
berücksichtigen (eine
Revision gegen diese Entscheidung ließ das Gericht gar nicht erst
zu)).
Der
Kläger hatte die Kur noch während des laufenden Prozesses in der von ihm
bevorzugten Einrichtung auf eigene Kosten angetreten. Seine Krankenkasse
wurde dazu verurteilt, ihm die Kosten für die Kur zu erstatten.
Ein Recht, die Reha-Klinik selbst auszuwählen
(gilt auch für Anschlußheilbehandlungen), haben nach §9 Sozialgesetzbuch
IX nicht nur Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen, sondern
Versicherte aller gesetzlichen Rehabilitationsträger, also auch
Rentenversicherungen oder Unfallversicherungen. Die deutsche
Gesellschaft für medizinische Rehabilitation hat dazu eine informative
Broschüre herausgegeben:
http://www.degemed.de/pdf/Klinik_nach_Wunsch.pdf.
Sie wollen mit einem erfahrenen Schmerzarzt sprechen? Kein Problem, einfach jeweils an einem Mittwoch zwischen 13.00 und 14 Uhr oder Donnerstag zwischen 13.00 und 15.00 Uhr die Tel.-Nr. 07931-5450 anwählen (keine extra Gebühren).
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Aktualisiert:
>08.01.2009</> kusb&
S
Spinale Blockade,
Stationäre Rehabilitation,
Stationäre Schmerztherapie,
Steuer (Steuertip),
Streßbewältigungstraining
(http://www.stressbewaeltigungstraining.eu),
Streß und Schmerz (www.stress-schmerz.de) ,
stationäre
Schmerzbehandlung,
Synalgie,
T
Therapie bei Gesichtschmerz,
Therapie bei
Nackenschmerz,
Therapie bei Kopfschmerz,
Therapie bei einem
Handgelenkschmerz,
Therapeutische
Lokalanästhesie (http://www.therapeutische-lokalanaesthesie.de),
Therapie bei Krebsschmerz,
Therapie bei
Migräne,
Therapie bei Schmerz,
Tumorleiden,
Tumorpatienten, Tumorschmerzen (www.tumor-schmerzen.de),
U
Überlastungssyndrom,
übertragener Schmerz
V
Vorbeugung der
Migräne,
Verschleißrheuma,
Vulvodynia
W
Weiterbildung Spezielle Schmerztherapie,
Wurzelblockaden,
Wurzelreizungen,
Z
zentraler Schmerz,
Zentrum
für Schmerztherapie (www.xn--zentrum-fr-schmerztherapie-6zc.de),
Schmerzklinik (1), Schmerzklinik (2) Schmerzklinik (3)
------------------
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http://www.schmerz-behandlungen.de/fasziitis
http://www.schmerz-behandlungen.de/dysaesthesie
http://www.schmerz-behandlungen.de/handgelenkarthrose
http://www.schmerz-behandlungen.de/hueftschmerz
http://www.schmerz-behandlungen.de/kraniomandibulaere-dysfunktion
http://www.schmerz-behandlungen.de/ostitis
http://www.schmerz-behandlungen.de/plexusneuritis
http://www.schmerz-behandlungen.de/rheumaschmerzen
http://www.schmerz-behandlungen.de/schmerzkrankheit
http://www.schmerz-behandlungen.de/schmerztherapeut
http://www.schmerz-behandlungen.de/sprunggelenkarthrose
http://www.schmerz-behandlungen.de/zosterschmerzen