Fasziitis plantaris
Plantarfasziitis, Plantar Fasziitis

17 Extremitätenschmerz
----
17.2 Beinschmerz
------------17.2.3 Fussschmerz
------------------17.2.3.1
Fußrücken schmerzen
------------------17.2.3.2 Fußsohlenschmerz
-----------------------------17.2.3.2.1 Fersenschmerz
-----------------------------17.2.3.2.1 Fasziitis plantaris
 

Manche Autoren bezeichnen die Fasziitis plantaris" auch als Plantarfasziitis oder Plantar Fasziitis

Der Begriff

Das Wort "Fasziitis" steht für eine En tzündung einer Faszie (= bindegewebige Hülle der Skelettmuskeln), und das Wort "plantaris" wird mit "die Fußsohle betreffend" übersetzt.

Krankheit und Symptome (= Krankheitszeichen)

Bei der Fasziitis plantaris liegt eine En tzündung der bindegewebigen Platte der Fuß sohle vor. Es besteht eine Druckschmerzhaftigkeit des Fersenbein s sowie ein ausstrahlender Fußsohlenschmerz, verstärkt beim Gehen und Stehen. Öfters geben die Patienten an, daß der Schmerz morgens nach dem Aufstehen am Schlimmsten sei, oder auch in der Anfangsphase beim Gehen. Die Schmerzerkrankung wird wegen der ähnlichen Symptomatik (= Krankheitszeichen) häufig mit dem hinteren Tarsaltunnelsyndrom verwechselt.

Die Plantar Fasziitis entsteht meist durch eine übermäßige Beanspruchung der Fu ßsohle, nicht selten durch Sport (Langläufer). Sie kann auch die Folge eines Fersensporn s sein.

Medikamentöse Schmerzbehandlung bei einer Plantarfasziitis:

Hilfreich sind entzündungshemmende, sog. nicht-steroidale Antirheumatika (= Rheumamittel), aus dieser Gruppe möglichst lang wirkende und magen schonende wie z.B. Meloxicam. Besonders magenschonend sind die sog. COX-2 Inhibitoren, z.B. Parecoxib oder Etoricoxib, allerdings scheint diese Stoffgruppe mit einem Herz-/Kreislauf-Risiko verbunden zu sein, zumindest bei längerer Therapiedauer. Es bleibt abzuwarten, ob Parecoxib und Etoricoxib nicht auch noch vom Markt genommen werden, wie schon andere Mittel dieser Stoffgruppe zuvor.
Auch werden entzündungshemmende Salbenverbände empfohlen (z.B. mit Diclofenac-Salbe).

Andere Maßnahmen bei Fasziitis plantaris:


Spezielle Schmerztherapie bei Fasziitis plantaris:

Patienten mit anhaltenden Schmerzen aufgrund einer Fasziitis plantaris kommen meist dann erst zum Schmerztherapeuten, wenn die primär fachärztlichen Behandlungen keine Schmerzlinderung brachten.
Mit der
therapeutischen Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel bzw. Lokalanästhetika) kann eine Fasziitis plantaris oft erfolgreich behandelt werden. Direkte Infiltrationen mit einem Lokalanästhetikum (= örtliche Betäubungsmittel) sind allerdings relativ schmerzhaft und eignet sich deshalb kaum zur serienmäßigen, wiederholten Anwendung.

Besser sind bei Fasziitis plantaris wiederholte Blockaden des N. isch iadicus (Ischias nerv), in hartnäckigen Fällen optimal kontinuierlich mit Katheter.

Bei der kontinuierlichen Blockade des Nervus ischiadicus wird vorübergehend ein dünner Kunststoffschlauch von der Oberschenkel rückseite her dicht an den Nerv eingeführt. Die Einpflanzung erfolgt nahezu schmerzfrei durch eine handelsübliche Kanüle hindurch, es muß also nicht „aufgeschnitten“ werden. In der Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das örtliche Betäubungsmittel völlig schmerzlos nachgespritzt. In bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittel durch den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden. Das örtliche Betäubungsmittel wird bei dieser Behandlung so dosiert, dass die grobe Kraft erhalten bleibt (bei gleichzeitiger Hemmung der Schmerzreizleitung), damit begleitend krankengymnastische Übungsbehandlungen möglich bleiben. Nach längerer Therapiedauer (z.B. 2-3 Wochen) verbleibt in den meisten Fällen deutliche Schmerzlinderung, oft aber auch  Schmerzfreiheit.
Dieser anhaltende Effekt über die Behandlungszeit hinaus ist u.a. darauf zurückzuführen, daß bei dieser Blockadebehandlung auch die sog. vegetativen Ner ven betroffen sind, woraus eine sehr deutliche Durchblutungssteigerung resultiert. Dies ist der Grund, warum diese Behandlungsmethode besonders bei Schmerzen, die durch entzündliche (
Fasziitis plantaris !) oder auch degenerative (= abnutzungsbedingte) Prozesse entstanden sind, hilfreich ist. Nach neueren Erkenntnissen vermag eine solche Behandlung auch das „Schmerzgedächtnis“ im Gehirn zu löschen.

Daß Lokalanästhetika (örtliche Betäubungsmittel) auch entzündungshemmend wirken, ist zwischenzeitlich wissenschaftlich erwiesen. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, so klicken Sie hier.

In dieser Datei werden weitere Ursachen für Fußsohlenschmerzen beschrieben: www.fusssohlenschmerzen.de

Laut der Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit haben alle Versicherte (also auch ältere Patienten) einer gesetzlichen Krankenkasse einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation und können sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst aussuchen. Das Bundesgesundheitsministerium schrieb dazu auch einen Brief an die Aufsichtsbehörden. Dieses Wahlrecht wurde mittlerweile auch durch Urteile von Landessozialgerichten bestätigt: Baden-Württemberg (Az: L 4 KR 2071/05) und Hessen ((Az.: L 1 KR 2/05: Gewährt eine Krankenkasse einem Versicherten einen Aufenthalt in einer Reha-Klinik, so ist sie dazu verpflichtet, die Wünsche des Versicherten in Bezug auf die Einrichtung zu berücksichtigen (eine Revision gegen diese Entscheidung ließ das Gericht gar nicht erst zu)). Der Kläger hatte die Kur noch während des laufenden Prozesses in der von ihm bevorzugten Einrichtung auf eigene Kosten angetreten. Seine Krankenkasse wurde dazu verurteilt, ihm die Kosten für die Kur zu erstatten.
Ein Recht, die Reha-Klinik selbst auszuwählen (gilt auch für Anschlußheilbehandlungen), haben nach §9 Sozialgesetzbuch IX nicht nur Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen, sondern Versicherte aller gesetzlichen Rehabilitationsträger, also auch Rentenversicherungen oder Unfallversicherungen. Die deutsche Gesellschaft für medizinische Rehabilitation hat dazu eine informative Broschüre herausgegeben: http://www.degemed.de/pdf/Klinik_nach_Wunsch.pdf.

Sie wollen mit einem erfahrenen Schmerzarzt sprechen? Kein Problem, einfach jeweils an einem Mittwoch zwischen 13.00 und 14 Uhr oder Donnerstag zwischen 13.00 und 15.00 Uhr die Tel.-Nr. 07931-5450 anwählen (keine extra Gebühren).

Haftungshinweis:
Für die gemachten Angaben wird keine Gewähr übernommen; im Einzelfall ist immer ein Arzt zu konsultieren! Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir auch keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

Eine Auswahl weiterer Schmerzthemen
Zu allen Schmerzthemen (734) gelangen Sie hier: www.schmerz.com/schmerzthemen (einfach nur anklicken)

Aktualisiert: >08.01.2009</> kusb&
A
AHB (http://www.schmerz-rehabilitation.de/ahb), Akupunktur (www.stumpfschmerz.de/akupunktur), ambulante Schmerztherapie, Amputation, Analgetikamißbrauch, anfallsartiger Schmerz, Anlaufschmerz, Anschlußheilbehandlung (http://www.anschlussheilbehandlung.co.uk), Anschlußrehabilitation (http://www.anschlussrehabilitation.com), Antiepileptika, attackenförmiger Schmerz, Antiaging Klinik, Antidepressiva (www.anti-depressiva.de),

B Bandscheibenhernien, Bandscheibenoperationen, Bandscheibenschaden, Behandlung bei Cluster-Kopfschmerz, Behandlung bei einem Migränekopfschmerz, Behandlung bei Kopfschmerzen, Behandlungen bei Schmerz, Biofeedback, Biofeedback (www.bio-feed-back.de), Borreliose (www.bor-reliose.de), Brustamputation, Brustwand (www.brustwand.com),
C Chronischer Schmerz (www.schmerz-chronischer.de) (1), chronischer-schmerz (www.chronischer-schmerz.org)(2), chronischer Schmerz (http://www.chronischer-schmerz.eu)(3), Cephalalgia,
D Daumensattelgelenk (www.daumensattelgelenk.de), Diskektomie, Diskopathie, Diskushernien (http://www.diskushernien.de), Durchbruchschmerzen, Durchblutungstörung, Dysästhesie,

Impressum

Links zu empfehlenswerten Einrichtungen:
Schmerzklinik: www.schmerzklinik-1.de, www.schmerzklinik.biz
----------------------------------------------------------------

http://www.schmerz-behandlungen.de http://www.schmerz-behandlungen.de/dysaesthesie http://www.schmerz-behandlungen.de/fasziitis
http://www.schmerz-behandlungen.de/handgelenkarthrose http://www.schmerz-behandlungen.de/hueftschmerz http://www.schmerz-behandlungen.de/kraniomandibulaere-dysfunktion http://www.schmerz-behandlungen.de/ostitis http://www.schmerz-behandlungen.de/plexusneuritis http://www.schmerz-behandlungen.de/rheumaschmerzen http://www.schmerz-behandlungen.de/schmerzkrankheit http://www.schmerz-behandlungen.de/schmerztherapeut http://www.schmerz-behandlungen.de/sprunggelenkarthrose http://www.schmerz-behandlungen.de/zosterschmerzen